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Analyst hinterfragt die 'KI-Nachfrageblase': Cloud-Umsätze der Riesen kreisen um OpenAI und Anthropic

Der auf Hacker News heiß diskutierte Artikel 'The AI Demand Bubble' von Ed Zitron behauptet, dass die KI-Umsätze von Amazon, Microsoft und Google größtenteils von nur zwei Kunden stammen – OpenAI und Anthropic –, die beide auf externes Kapital angewiesen sind.

📅 5. Aug. 2026, 03:42
Analyst hinterfragt die 'KI-Nachfrageblase': Cloud-Umsätze der Riesen kreisen um OpenAI und Anthropic

Der Analyseartikel 'The AI Demand Bubble' von Ed Zitron, Betreiber des Blogs Where's Your Ed At, sorgt in der Tech-Branche für Diskussionen, nachdem er auf Hacker News gepostet wurde und dort 98 Punkte sowie fast 100 Kommentare erhielt. Kern des Beitrags ist die Frage, wie 'real' die aktuell am Markt sichtbare KI-Nachfrage tatsächlich ist.

Zitrons erste These: 73 % der KI-Umsätze der drei Cloud-Riesen Amazon, Microsoft und Google stammen von nur zwei Unternehmen – OpenAI und Anthropic. Analysten gehen davon aus, dass diese Konzentration in den kommenden Jahren sogar noch zunehmen wird. Seine Interpretation: Die tatsächliche KI-Nachfrage am Markt dürfte weniger breit aufgestellt sein, als viele behaupten, denn die vorhandene Nachfrage kommt von zwei Unternehmen, die zusammen bis zu 77 Milliarden US-Dollar an Finanzierung erhalten haben – und weniger von regulären Kunden, die aus eigener Tasche zahlen.

Zweitens weist er darauf hin: Falls 2026 bis zu 27 % und 2027 bis zu 48 % der Umsätze von Google Cloud von Anthropic und OpenAI stammen, könnte das Wachstum von Google Cloud bereits im nächsten Jahr abrupt einbrechen, sobald die Compute-Ausgaben (Rechenleistung) dieser beiden Unternehmen herausgerechnet werden.

Der dritte Punkt bildet den Kern des Artikels: Zitron sieht OpenAI und Anthropic als Kanäle, über die Hyperscaler (große Cloud-Anbieter) Umsätze zu sich selbst zurückführen – sei es über Capex (Investitionsausgaben für Infrastruktur), Garantien für Compute-Verträge oder direkte Beteiligungen. Solange Venture Capital und Hyperscaler weiter investieren können oder wollen, kann die KI-Blase weiter wachsen.

Zur Vorsicht ist jedoch anzumerken: Es handelt sich um den Analyseartikel eines einzelnen, kritisch eingestellten Autors. Zwar nennt Zitron ähnliche Zahlen auch in einem Interview mit Oligarch Watch, einer weiteren unabhängigen Quelle, doch die genannten Zahlen wurden von den betroffenen Unternehmen nicht bestätigt. Leser sollten daher beide Seiten hören, bevor sie sich ein Urteil bilden.

Why it matters
Diese Debatte spiegelt die wachsende Sorge wider, dass der globale KI-Markt von Geld angetrieben wird, das in einem geschlossenen Kreislauf zirkuliert. Sollte die Blase tatsächlich platzen, würde dies die Technologiebörsen und weltweit Unternehmen treffen, die auf Cloud- und KI-Dienste angewiesen sind – einschließlich thailändischer Unternehmer und Investoren, die entsprechende Aktien halten oder diese Dienste nutzen.
#AI Bubble#OpenAI#Anthropic#Cloud Computing

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