Atlaso stellt ‚Gedächtnis-Schicht' vor: Alle genutzten KIs teilen sich denselben Kontext – kein wiederholtes Erklären mehr nötig
Atlaso startet auf Product Hunt als Memory Layer (Gedächtnis-Schicht), der einmal verbunden wird – danach können KIs wie Claude Code, Cursor, Codex und ChatGPT den Arbeitskontext des Nutzers automatisch gemeinsam nutzen
Das junge Startup Atlaso hat auf Product Hunt ein Produkt mit dem Konzept ‚Ein Gedächtnis für alle KIs, die du nutzt' vorgestellt. Es fungiert als zentrale Memory Layer (Gedächtnis-Schicht), die nur einmal mit verschiedenen KI-Tools verbunden wird. Anschließend erinnern sich alle KIs automatisch an wichtige Nutzerkontexte – laufende Projekte, frühere Entscheidungen und bevorzugte Arbeitsweisen.
Das Problem, das Atlaso lösen will: Nutzer müssen ‚dieselbe Geschichte immer wieder erzählen', wenn sie eine neue Sitzung mit einer KI starten oder zu einem anderen Tool wechseln. Gesammelte Erinnerungen bleiben meist in der jeweiligen App eingeschlossen. Atlaso behauptet, sein Gedächtnis sei werkzeugübergreifend nutzbar. Laut offizieller Website werden Claude Code, Cursor, Codex, Claude Desktop, OpenCode und Antigravity unterstützt – alle können automatisch gemeinsam Erinnerungen lesen und schreiben.
Als Unterscheidungsmerkmal gegenüber Wettbewerbern wie Supermemory nennt Atlaso die Nutzungsform: Supermemory ist eine Plattform, bei der Entwickler die Anbindung selbst über API und SDK bauen müssen, während sich Atlaso direkt in Coding-Tools installieren lässt. In puncto Sicherheit gibt das Unternehmen an, vertrauliche Daten vor der Speicherung zu löschen und Daten bei der Übertragung zu verschlüsseln. Das Preismodell startet mit einer kostenlosen Nutzung, und es wird auf eigene Forschungsarbeiten zum Thema KI-Gedächtnis verwiesen.
Allerdings stammen alle Informationen bislang von Product Hunt und der Unternehmenswebsite. Unabhängige Tech-Medien haben das Produkt noch nicht getestet oder darüber berichtet – die behauptete Leistung und Sicherheit müssen sich also erst noch beweisen.
Menschen in Thailand, die bei der Arbeit mehrere KIs nutzen – vor allem im Programmierbereich –, könnten das Problem loswerden, den Kontext bei jedem Toolwechsel neu erklären zu müssen. Vorsicht ist jedoch beim Datenschutz geboten, da bislang keine unabhängigen Tests vorliegen.