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Alibaba verbietet KI-Codierungstool 'Claude Code' wegen angeblicher 'Backdoor'-Risiken

Der chinesische Tech-Riese untersagt Mitarbeitern die Nutzung des bekannten KI-Code-Schreibtools von Anthropic aus Sicherheitsgründen und empfiehlt stattdessen die Verwendung firmeneigener Tools.

📅 5. Juli 2026, 00:46
Alibaba verbietet KI-Codierungstool 'Claude Code' wegen angeblicher 'Backdoor'-Risiken

Die Alibaba Group, chinesischer Tech-Riese, hat am 3. Juli 2026 eine interne Anweisung herausgegeben, die allen Mitarbeitern die Nutzung von Claude Code verbietet. Claude Code ist ein von dem US-Unternehmen Anthropic entwickeltes Programmier-Tool. Die Anweisung tritt am 10. Juli in Kraft. Ein internes Dokument, das der South China Morning Post vorliegt, stuft Claude Code als „Hochrisiko-Software“ ein, da ein „Backdoor“-Risiko, eine Sicherheitslücke, entdeckt wurde. Der Bericht besagt, dass das Risiko damit zusammenhängt, dass eine Version von Claude Code heimlich Zeitzonen (time zone) und Proxys (proxy) überprüfen kann, um Nutzer in China zu identifizieren. Diese Entscheidung fällt in eine Zeit erhöhter Spannungen, nachdem Anthropic im Juni Gruppen, die mit Alibabas Qwen AI Labor verbunden sind, vorgeworfen hatte, mittels etwa 25.000 gefälschter Konten „Distillation Attacks“ (Angriffe zur Nachahmung von Fähigkeiten) auf Claude-Modelle durchgeführt zu haben. Alibaba hat diese Vorwürfe zurückgewiesen. Alibaba hat seinen Mitarbeitern stattdessen das interne Tool Qoder empfohlen.

Why it matters
Dieses Ereignis spiegelt die Spannungen im KI-Wettbewerb zwischen den USA und China wider und dient als wichtige Fallstudie für Organisationen bezüglich der Sicherheit bei der Auswahl externer KI-Tools.
#Alibaba#Anthropic#Claude#AI Security