Pocket stellt den Dienst dauerhaft ein – Mozilla ermöglicht Datenexport bis 8. Oktober 2025
Mozillas beliebte Read-it-later-App hat ihre Server am 8. Juli 2025 abgeschaltet; alle Daten werden im November endgültig gelöscht
Pocket, der Read-it-later-Dienst (zum Speichern von Artikeln zum späteren Lesen), der viele Jahre zu Mozilla gehörte, hat seinen Betrieb am 8. Juli 2025 offiziell eingestellt. Das bestätigen übereinstimmend eine Ankündigung von Mozilla Support und ein Bericht von TechCrunch.
Als Grund nennt Mozilla eine strategische Neuausrichtung angesichts veränderter Nutzungsgewohnheiten im Web. Das Unternehmen ist der Ansicht, dass Ressourcen besser in andere Projekte fließen sollten, die der heutigen Art des Surfens stärker entsprechen, statt den klassischen Read-it-later-Dienst weiterzuentwickeln.
Der Zeitplan der Einstellung ist klar strukturiert: Am 22. Mai 2025 entfernte Mozilla die App aus den Stores, stoppte Neuregistrierungen und beendete die Verlängerung monatlicher Abos. Am 8. Juli 2025 wurden die Server abgeschaltet – App und Browser-Erweiterungen funktionierten ab diesem Moment nicht mehr.
Für Bestandsnutzer, die ihre Daten noch nicht gesichert haben, bietet Mozilla einen Export aller Daten bis zum 8. Oktober 2025 an – darunter gespeicherte Artikel, Listen, Archive, Favoriten, Notizen und Markierungen. Am 12. November 2025 werden alle Nutzerdaten endgültig und unwiderruflich aus dem System gelöscht.
TechCrunch empfiehlt zudem alternative Dienste für Nutzer, die umsteigen möchten. Zu beachten ist dabei: Nicht zu verwechseln mit einer neuen App namens "Pocket" von Meta, über die im Juli 2026 berichtet wurde – eine Plattform zum Erstellen von Spielen und KI-Erlebnissen, die ein völlig anderer Dienst ist.
Wer Pocket früher zum Speichern von Artikeln genutzt hat, sollte seine Daten vor dem 8. Oktober 2025 exportieren – sonst gehen alle Daten dauerhaft verloren. Zudem lohnt es sich, rechtzeitig nach einem Ersatzdienst zu suchen, bevor die Daten gelöscht werden.