Nach massivem Widerstand: Meta zieht AI-Bildgenerierungsfunktion aus öffentlichen Instagram-Konten wenige Tage nach dem Start zurück
Meta kündigt den Rückzug einer neuen AI-Bildgenerierungsfunktion an, die es Nutzern erlaubte, Bilder von öffentlichen Instagram-Konten als Referenz zu verwenden, nachdem es wegen der Opt-out-Datenschutzrichtlinie heftig kritisiert wurde.
Meta hat am vergangenen Freitag die Einstellung seiner neuen AI-Bildgenerierungsfunktion namens Muse Image bekannt gegeben. Dies geschah nur wenige Tage, nachdem sie als Teil einer Suite kreativer AI-Tools auf Instagram eingeführt worden war und auf heftigen Widerstand der Nutzer stieß.
Die Funktion erlaubte es Nutzern, neue Bilder mit AI zu erstellen, indem sie jedes öffentliche Instagram-Konto per @-Erwähnung als Inspiration oder Stilreferenz verwenden konnten. Das Hauptproblem, das Bedenken aufwarf, war jedoch die „Opt-out“-Richtlinie der Funktion. Dies bedeutete, dass alle öffentlichen Konten von Nutzern über 18 Jahren automatisch für die Verwendung ihrer Bilder als Referenz durch diese Funktion freigegeben wurden, es sei denn, der Kontoinhaber deaktivierte dies manuell in den Einstellungen.
Diese Richtlinie löste eine breite Welle der Kritik aus, insbesondere von Künstlern und Nutzern, die darin eine unautorisierte Verwendung von Bildern oder Werken anderer sahen. Sogar die Creative Artists Agency (CAA), eine führende Agentur für Künstler und Prominente, äußerte ihre Bedenken direkt gegenüber Meta und forderte das Unternehmen auf, einen vernünftigeren Ansatz zu wählen. Sie betonte, dass niemand den Namen, das Image oder die Werke einer anderen Person ohne Genehmigung verwenden sollte.
Nach starkem Druck gab Meta eine Erklärung ab, in der es zugab: „Wir haben das Feedback gehört, dass diese Funktion ihr Ziel verfehlt hat“, und kündigte an, dass die Funktion nicht mehr verfügbar sein wird. Das Unternehmen erklärte, die ursprüngliche Absicht sei gewesen, nützliche Kreativwerkzeuge anzubieten und gleichzeitig den Nutzern die Kontrolle darüber zu geben, ob ihre öffentlichen Inhalte auf diese Weise referenziert werden dürfen.
Dieser Fall ist ein wichtiges Beispiel dafür, wie Nutzerstimmen Technologiegiganten dazu zwingen können, ihre AI- und Datenschutzrichtlinien zu überdenken, insbesondere im Hinblick auf die Verwendung öffentlicher Daten zum Training von AI ohne ausdrückliche Zustimmung der Dateneigentümer.