Bose-CEO verrät Strategie im Kampf um 'High-End-Sound' im Zeitalter der KI
Lila Snyder, CEO von Bose, spricht im Decoder-Podcast von The Verge über die Strategie, das Unternehmen in den Luxus-Audiomarkt zu führen, die Lizenzierung von Technologie an andere Hersteller und die Wahrung der Klangqualität im Zeichen der KI
The Verge hat ein Interview mit Lila Snyder, CEO der Bose Corporation, im Podcast Decoder veröffentlicht. Snyder, die seit 2020 im Amt ist, sprach über die Ausrichtung der bekannten Audiomarke, die seit über 60 Jahren besteht.
Bemerkenswert ist, dass Bose sein Geschäftsmodell ernsthaft umstrukturiert und mit der Übernahme von McIntosh und Sonus faber – zwei weltweit renommierten High-End-Marken – in das Segment Luxury Audio expandiert. Damit löst sich das Unternehmen vom Image einer 'Lautsprecher- und Kopfhörermarke für den Massenmarkt' und dringt in das hochpreisige Premiumsegment vor.
Ein weiterer Weg ist das B2B2C-Geschäft (Verkauf an Unternehmen, um Endverbraucher zu erreichen): Bose lizenziert seine Audiotechnologie an andere Hersteller, sodass die Technologie des Unternehmens auch in Produkten ohne Bose-Logo steckt.
Snyder sprach zudem über die Herausforderung, den Standard der Klangqualität in einer Zeit zu wahren, in der KI eine immer größere Rolle in der Branche spielt. Bose, das seit der Gründung seine Stärke in Forschung und Entwicklung (F&E) hat, hält an der Strategie fest, in Forschung zu investieren, um der Konkurrenz voraus zu bleiben – in einem Markt, in dem neue Anbieter zunehmend mit KI als Verkaufsargument werben.
Die Schritte von Bose spiegeln die Entwicklung des weltweiten Audiomarkts wider: Große Marken müssen sich anpassen – sowohl durch Expansion in den Luxusbereich als auch im Wettbewerb mit neuen Technologien. Das beeinflusst künftig die Auswahl und die Preise der Produkte, die Verbraucher in Thailand sehen werden.